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		<title>Sayyal V</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 17:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Flugsturz und ein Ende Und wenn mich Nacht vergessen lässt, wo ich einst war. Nur einen Funkenschlag entfernt landet er. Sayyal. Wir bewegen uns auf keinen Horizont mehr zu. Nichts schwirrt um uns, der Wind hat seine Pforten geschlossen. Nun steht es da, wie die Angel des Fischers, die sich im Wasserlauf nur zwangsweise zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=40&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Flugsturz und ein Ende</strong></p>
<p><span style="font-size:x-small;">Und wenn mich Nacht vergessen lässt, wo ich einst war. Nur einen Funkenschlag entfernt landet er. Sayyal. Wir bewegen uns auf keinen Horizont mehr zu. Nichts schwirrt um uns, der Wind hat seine Pforten geschlossen. Nun steht es da, wie die Angel des Fischers, die sich im Wasserlauf nur zwangsweise zu rühren wagt.<br />
Wo wir sind, frage ich. Sayyal nickt nur. Er hat verstanden. Aber antworten, das wird er nicht. Nur zu, sage ich. Nur zu. All die Zeit habe ich mich daran gewöhnt, ihn mit stillen Regeln zu verdammen und zugleich in der Sonne den Göttern zu weihen, als Gabe der Natur. Sayyal fliegt nicht mehr. Ich stehe am Turm und beschaue mir seine Flügel. Ein Traum hat dies angerichtet: Sie sind zerkratzt, an einigen Stellen ist die müde Haut gerissen. Wiederum ist an anderen Flecken etwas erkennbar geworden, unter der Haut, etwas fast menschliches. Dabei sind wir doch nicht das, was man uns heißen mag. Wir sind Träume, nur Gedanken und Lehnwünsche. Aber woher dann der Schmerz? Sayyal fragt nicht. Er erträgt seine Bürde und lässt mich machen.<br />
Der Turm steht etwas geneigt gegen die Wolken da und berührt zu manchen Zeiten eine kleine Ansammlung von ihnen. Und wir, wir Träume hier draußen, wir sehen nicht ein, den letzten Weg hinein zu gehen. Zu lang haben wir gelebt und gelitten, zu schnell trug der Wind Sayyals starke Schwingen über die Ozeane von Gedanken und Wälder voller ungeduldiger Marder. </span></p>
<p><span style="font-size:x-small;">Ob wir nicht längst des Träumens müde werden, will man wissen.<br />
Dabei kann man doch gar nicht fragen, nicht Antwort erwarten. Träume sind was sie sind und sie haben verstanden. Anders als so manch träumendes Wesen verschwenden sie keine Zeit und keinen Unrat darauf, sich mit Wissen und Magie zu füllen, nur um einmalst das Licht erkennen zu wollen. Nein, wir Träume, wir greifen nicht nach den Tagen da die Nacht unser Untergang ist.<br />
Sayyal weiß wovon ich rede. Der Untergang. Der Turm. Wie kann man einen Turm da stehen sehen, wenn man doch schon im Nichts gefangen sein müsste? Die Logik der Menschen lehrte uns zuviel.<br />
Der Schrei des großen Drachen malte meine Schuppen noch finsterer zu. Ich lud seine Pein auf mich, der ich der einzige Fühlende bin. Sayyal ist schließlich nichts, als ein Haufen Moral und etwas heiße Luft.<br />
Sollten wir den Turm betreten? So ergibt sich eine neue Sicht. Die Reise ist zu ende und auch das Wissen um die Kunst des Schlafens. Gleichzeitig ist es eine Erlösung für all jene, denen das Träumen von und mit uns so viel Kummer eingebrannt hat, dass nicht einmal ein Leben danach sie milde stimmen könnte.<br />
Wir oder sie. Wir und unser Leben, das wir lieben. Sie und ihre Träume, die sie loswerden müssen.<br />
Ich wende mich dem kalten Turm zu, lausche auf Sayyals Rufe und warte auf die Gelegenheit. Irgendwo pickt ein Vogel gegen den Raum, von außen. Er erwartet wohl, dass wir gehen. Noch einmal betrachte ich meinen Drachen, der längst zusammen gebrochen dem Ende entgegen weilt. Beiße mir auf die Lippen. Singe das Letzte Lied, wie es von den träumenden Vorfahren überliefert wird. Der letzte Gnadenstoß und ein freiwilliger Wechsel hinüber vom Nicht-sein ins Nicht-mehr-existieren. Sayyal ist froh drum. Ob die Träumenden uns das nun danken?</span></p>
<p><span style="font-size:x-small;">© ShaitanJr 23.4.2011</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sinisterdraconis.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sinisterdraconis.wordpress.com/40/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=40&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Sayyal Teil IV.</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Windwest gen Norden An Tagen wie diesen stehen die Traumgeister erwartungsvoll da. Sie glotzen und halten sich die fahlen Hände vor ihr loses Mundwerk, bevor auch nur ein Wunsch ihnen entrinnt. Ich sehe sie von oben, zwischen den sanft gerollten Hörnern meines Drachen hindurch. Mit weit gespannten Flügeln bereiteten wir uns auf den Abschluss einer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=36&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>Windwest gen Norden</strong></p>
<p><span style="font-size:small;">An Tagen wie diesen stehen die Traumgeister erwartungsvoll da. Sie glotzen und halten sich die fahlen Hände vor ihr loses Mundwerk, bevor auch nur ein Wunsch ihnen entrinnt.<br />
Ich sehe sie von oben, zwischen den sanft gerollten Hörnern meines Drachen hindurch. Mit weit gespannten Flügeln bereiteten wir uns auf den Abschluss einer Reise vor und harrten der Dinge die nun kamen. Doch nichts kam.<br />
Es war bereits geschehen. Die Gruppe von Traumgeistern und ihr Gevieh hatten sich versammelt, erlebten jetzt offenbar eine fremde Emotion. Wie konnten sie zulassen? Im ersten Augenblick, da Sayyal den Boden berührte, erkannte ich schon, was uns begrüßte. Ein Kopf im Sand. Nicht irgendeiner. Traumsand. Und darin schwamm wie in Tränen der verlassene Kopf eines Jungen.<br />
Was hatten wir nur falsch gemacht? Hatten wir nicht geglaubt, das Paradies gefunden zu haben? Hier nun vor uns erstreckte sich ein Sandkornfeld. Darin mittens lagen diese Augen zwischen faltiger Haut und erstarben in unseren Herzen.<br />
Sayyal ließ mich hinunter, legte seine Schwingen an das lederne Fell und schloss furchtvoll die Augen. Er spürte jene Bewegungen in den Sphären, die kalte Donnerluft und die Brandung der Seelen. Es musste ihn schmerzen, sehr schmerzen. Wie er hier stand, neben mir standhielt und meine Schritte ins unermessliche verfolgte. Ich beugte mich hinab. Bat den Wind ein letztes Mal Wärme in diesen Kopf zu blasen. Und reute nicht. Die Haut errötete und ließ mich frösteln.<br />
Wie konnten wir Träume, die wir nur da sind, nicht einmal Gefühle haben, wie konnten wir stehen und einfach da stehen? Es war geschehen. Die Katastrophe hatte sich ereignet und dieses Wesen dessen Hände sich stets um unsere Herzen geschlossen hatten, lag nun ausgebreitet vor uns wie mit kalter Schwärze da.<br />
Hinter mir erbebte die Erde, als Sayyal einmal wissend schnaubte. Was hatten wir getan?<br />
Endlich brach Geschrei los unter den Brüdern der Träume. Sie störten sich nicht, dass ich in ihrer Mitte stand und darniederbrach. Es war mein Blut gewesen, das hier nun vergossen lag. Und es würde meine Seele sein, die sich in den Weiten des Sandmeeres durch die Fluten kämpfen sollte. Entgegen dem Sturm. Entgegen der Zeit. Alles noch einmal von vorn. Hörten sie nicht den Mond, wie er am Flaschenzug über die Sonne gehoben wurde? Fühlten sie nicht auch in sich was sich meiner nun gewaltsam entzog?<br />
Ich war nur ein Traum. Und ich hatte Ziele. Ich war nur ein Traum, der liebte. Meine Liebe kannte keine Grenzen und führte mich so oft weit hinter den Horizont. So weit weit fort. Jetzt lag sie vor mir im braunen Gemisch aus Steinen. Nicht mehr hinter der Schattennarbe, nicht mehr vor dem Licht. Sayyal senkte die Stirn und erhob ein laues Flüstern. Und es führte mich fort von der Seele, die einmal mein gewesen war. Der Junge, das was wir von ihm als letzte sahen, der ward begraben, in einer anderen Welt. Und so trug mich mein Freund, der Drache, hinüber zur Stadt. Lass dir einen neuen Jungen suchen, sprach er hinter mir zu. Wie hätte ich das ertragen können? Wie konnte ich leben?<br />
Nichts mehr lebte in mir. Ich fühlte mich ebenso tot wie mein Freund, der Wind. Wind, der gleichsam atmete und nie aufhören konnte. Und trotzdem in seiner Angst und seinem Willen so sehr allein zu einsam war.<br />
Ich bat den Drachen, mich abzusetzen, kurz vor den Brandmauern der Häuserwelt. Bis hier hin. Nicht weiter durfte ich hinein in eine Welt, in der Versagen nur vernichtend betrachtet wurde. Die großen Augen, Sayyals Blick, nährten meine Angst nicht, aber sie schürten auch kein Feuer. Unter dem Apfelbaum dort hinten erwarteten wir die kommende Nacht. </span></p>
<p><span style="font-size:small;">24.6.2011 © ShaitanJr</span></p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sinisterdraconis.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sinisterdraconis.wordpress.com/36/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=36&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sayyal Teil III. Viel Spaß!</title>
		<link>http://sinisterdraconis.wordpress.com/2011/11/24/sayyal-teil-iii-viel-spas/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:56:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal sag ich nichts dazu.^^ Im Geist des Einen Mit der letzten Erfahrung hat mich Sayyal bestätigt. Es war seine Zeit gewesen. So ist es, Tod und Leben liegen so dicht bei einander. Auch für Träume gibt es nur diese eine Möglichkeit. Wie schön wäre es, man könne das ewige Leben träumen, sagt ihr. Die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=33&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal sag ich nichts dazu.^^</p>
<blockquote><p><span style="font-size:small;"><strong>Im Geist des Einen</strong></span></p>
<p><span style="font-size:small;">Mit der letzten Erfahrung hat mich Sayyal bestätigt. Es war seine Zeit gewesen. So ist es, Tod und Leben liegen so dicht bei einander. Auch für Träume gibt es nur diese eine Möglichkeit. Wie schön wäre es, man könne das ewige Leben träumen, sagt ihr. Die Menschen unter uns zerren die warmen Winterdecken an die nackten Seelen um sich, um wenigstens den Traum von Einsamkeit zu vergessen. Ist das eure Vorstellung? Ewiges Leben in stetiger Einsamkeit?<br />
Auch wir können einsam sein. Einmal musste ich Sayyal schon stehen lassen an zu heißen Winden. Die Wachsflügel hinter seinen Lederschwingen hätten ihm schmelzen können. Die Luft war zu stickig. Wir befanden uns in einem Traum, etwas das ihr Alptraum nennt. Der Mensch darin &#8211; es war nur ein Kind &#8211; schrie sich die Lungen wund. Und wir saßen in eben diesen Lungen, hauchten so stark wir konnten das Leben hinein. Um uns herum brannte die Haut nieder, Seelenstaub verflocht zu einer einzigen Masse. Diesem einsamen Kind konnten wir nicht helfen. Damals waren wir gerade erst zusammen gekommen, auf einander gestoßen, gemeinsam geboren.<br />
Dieser neuerliche Flug durch die Hirnwelten hinter all den verschlossenen Türen zog uns mit zielstrebiger Sicherheit auf die Einsamkeit zu. Diese Frau, die wir gleich besuchten, verabscheute Fremde. Würde sie uns einlassen? In ihrer endlosen Verbitterung würde sie nicht erkennen, wer wir waren. Vorsichtig setzte mein Drache zur Landung an.<br />
Schon kühlere Winde schrien uns entgegen, hier waren wir richtig. Aus meinem Traumbeutel suchte ich nach etwas, das dieser Frau wieder ein wenig Leben schenken konnte. Da! Ein Traum. Ein kleiner nur, aber mit einem menschlichen Wesen darin. In dem Traumglas hatte mein Großvater einst einen Menschen gefangen, der seine Seele fort geschmissen hatte. Nun war es an der Zeit,<br />
diese frei zu lassen. Sie sollte der Frau die starre Ewigkeit nehmen und die triste Frostlosigkeit ausschmücken.<br />
Durch einige Gänge mussten wir wandern. Sie waren mal breit und gewölbeartig, dann wieder schmal und von abweisend vermodertem Stein. Hier also fanden wir die Abwehr der Frau bereits bröckelnd vor. Schließlich überlistete sie uns. Die Gänge wurden heller, aber auch enger.<br />
&#8222;Da vorne kann ich nicht weiter. So sehr ich mich auch anstrenge, durch diesen Gang werde ich nicht passen.&#8220;<br />
Sayyal bekam Panik, dass wir es nicht schaffen würden. Auch mir wurde bange. Eben als die Wände sich zum Gang hin verjüngten, drehte ich mich zu ihm um und blickte in die mondleeren Augen. &#8222;Was nun mein Freund?&#8220;<br />
Ein wenig sprachlos stand er da mit seiner verbogenen Zunge. Bald legte er den Kopf schief zur Rechten, bald neigte er ihn zur Linken. &#8222;Du musst.&#8220; Die Worte hallten in mir nach bis sie echoend verklangen. In den besorgten Augen des Drachen fand ich mich wieder, verlor den Halt und krallte meinen Blick in den seinen. Allein konnte ich nicht weiter gehen. Fühlte in mir die Feen tanzen vor Schadenfreude. Ich wusste, dass dieser Frau nur unser Traumglas helfen konnte. Doch hier würde sie es nicht sehen können und der gefangene Seelenwanderer würde verschwinden, in den Untiefen des Labyrinths. Langsam nickte ich.<br />
An dieser Stelle musste ich. Einsamkeit schmerzt. Aber mir blieb keine Wahl. Wollte ich die einsame Welt der Menschenfrau retten, würde mein kleines Traumsein dafür herhalten. Ein letzter verzweifelter Kuss unserer Blicke und Sayyal schloss die Augen.<br />
&#8222;Geh&#8220;, sprach er. &#8222;Geh, lass die Welt ihren Frieden finden. Ich warte.&#8220;<br />
Mit neuer Zuversicht und dem Vertrauen auf die Sicherheit dank Sayyals Vorhersagen trat ich durch den Flur. Schmaler und schmaler wurde er, die Decke sank herab. Irgendwo endete der Schlauch und deutete auf das Herz der Frau. Endlich der richtige Anlaufpunkt. Von diesem Ort aus würde der Gefangene nicht weit fliehen können, sondern musste seine Aufgabe wahrnehmen. Es lag nicht an mir, ihn hier zu behalten. Aber wenn es der Frau half, so wollte es auch mir helfen. Mich verzehrte stark nach Sayyals Anwesenheit, seiner Ruhe und seinem Schutz. Seinem klaren Verstand und seiner Schönheit. Mit Bedacht wog ich die Traumkugel in den Händen. Sie wurde warm. Jetzt oder nie.<br />
Kräftig holte ich zum Wurf aus. Der Krach des platzenden Glases weckte die Frau, sie zitterte. Doch ab hier konnte ich nichts mehr für sie tun. Nur noch fort, zurück zu meinem Drachen! Den Weg fand ich nun nicht mehr so leicht, die Gänge verschoben sich immer öfter, nun da die Frau den Tiefschlaf verlassen hatte. Jetzt wirkte der Traum. Ich musste raus, sonst würde ich binnen weniger Sekundenbruchteile mit dem Traumglas verdampfen. Ein Magnet dockte hinter meinem Traumsein an. Sayyal. Ich konnte aufatmen. Er führte mich zielsicher durch die Steinformationen bis ich an den großen Höhlen stand, in denen Sayyal auf mich wartete.<br />
&#8222;Lass uns verschwinden. Der Auftrag ist zu riskant. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, den Rest muss sie allein schaffen.&#8220;<br />
Würde sie es schaffen oder versagen wie jener Alte, dem wir das Lebenslicht sanft gelöscht hatten?<br />
Mit vereinten Kräften schwang Sayyal die vier Flügel und raste gerade zu aus den Grotten. Es war knapp, denn hinter uns begannen die Farben einzustürzen und die Wände bröckelten. Bald sollte von all dem nichts mehr übrig sein. Endlich durchbrachen wir die letzten Wälle der Feen, bis wir über der Stirn der Frau zu Atem kamen. Es war gut gegangen. Dank Sayyal. </span></p>
<p><span style="font-size:small;">Die Frau begann zu zwinkern. Das Zittern und Zucken einiger Muskeln machten uns klar, dass sie aufwachte. Und grinste. Hatten wir alles richtig gemacht? Ja, der Traum war richtig gewesen. Sie hatte ihren Traumpartner gefunden. Dank uns.<br />
&#8222;Wir haben es wieder einmal geschafft. Sayyal, lass uns nun beidrehen und die Frau mit ihrem Glück allein.&#8220; Tatsächlich entfernten wir uns ein weites Stück von ihr. Aber das Licht und die Freude, die sie ausstrahlte, fühlten wir noch in den letzten Winkeln unseres Seins. </span></p>
<p><span style="font-size:small;">29.7.2011 © ShaitanJr</span></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sinisterdraconis.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sinisterdraconis.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=33&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sayyal Teil II. Bitteschön. :)</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Und hier nun also geht es weiter. PS: Wer nach einer speziellen Geschichte sucht, kann dies in der Kategorie Kurzgeschichten auf der rechten Seite im Menü tun oder die Suchfunktion benutzen. Traumgeister im Höhenflug Sayyal spannt seine Flügel aus. Wir heben ab, mein Drache und ich. Nichts hält uns mehr, wenn wir die Nächte hindurch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=28&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier nun also geht es weiter.<br />
PS: Wer nach einer speziellen Geschichte sucht, kann dies in der Kategorie Kurzgeschichten auf der rechten Seite im Menü tun oder die Suchfunktion benutzen.</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><strong>Traumgeister im Höhenflug</strong></span></span></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Sayyal spannt seine Flügel aus. Wir heben ab, mein Drache und ich. Nichts hält uns mehr, wenn wir die Nächte hindurch zwischen den Köpfen hin und her springen. Gestern haben wir den Horizont gesehen, heute sind wir schon so viel weiter.</span></span><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><br />
Der Wind fegt an uns vorbei. Niemand begegnet uns in der Einsamkeit.</span></span><br />
„<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Weißt du“, sage ich zu ihm, „warum der Wind uns nur flüchtig begrüßt und schon verfliegt, sehen wir ihm nach?“</span></span><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><br />
Sayyal hebt den Kopf; ich kraule ihn über die schuppige Haut.</span></span><br />
„<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Ja“, finde ich. „Ja, es ist der Grund, es muss jener sein.“ Fragend blickt mein Drache der Sonne entgegen.</span></span><br />
„<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Weißt du, wenn die Elfen fliegen, an einander sich mit den Händen halten, den zarten. Dann schweben sie kraft ihrer Leben und versammeln sich in den Lüften. Sie kommen uns zwischen die Augen, wir sehen sie doch nie.“</span></span><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><br />
Auch Sayyal hat verstanden.<br />
Unter uns erstreckt sich ein Blau, das der Nacht den Atem raubt. So grün verschwimmen Felder und moosbewucherte Ufer, dass man nichts mehr sonst erkennt. Zu hoch haben uns die Elfen bereits getragen, zu schnell sind Sayyals Flügel für meine Augen.<br />
Und sie beginnen um uns herum zu tanzen. Wirbeln einige leere Blätter aus den Baumkronen auf, versprühen Wassertröpfchen. Sayyal hat Wasser im Gesicht, es rinnt im die Wangen entlang bis über die zarten Spitzen der Hörner. Ein gewaltiger Flügelschlag und wir stürzen hinab, immer schneller durch die tobenden Massen der Elfen. Ich drücke mich an ihn um nicht herunter zu fallen, kraule ihm wieder sanft den Nacken und warte darauf, dass wir ankommen.<br />
Es knallt und wir stehen. Im Dunklen. Etwas eingerostet erhebe ich mich und steige von Sayyals Rücken. Hier sind wir also, im Kopf dieses Mannes. Wieder einer jener, denen wir Träume bringen. Und diesmal schläft er schlecht. In einer noch finstereren Ecke kauert er, hält die Knie ans Kinn gedrückt und wiegt sich mit starrem Blick hin und her. Er ist hilflos, wenn wir ihm keinen Traum geben. Es zerreißt mir das offene Herz, dass er so stumpfsinnig ist. Gleich wird er wieder fühlen. Aus den Taschen suche ich nach dem passenden Traum und lege die kleine Traumkugel vor ihn hin. Endlich hört er auf, sich hin und her zu wiegen. Sieht mich mit noch leeren Augen an und beginnt, die Kugel zu betasten. Ja, er ist blind. Wenn er nach dem Abenteuer wieder hier her zurückkehrt, wird er sehen. Sayyal hinter mir beginnt zu kichern. Er ist froh, wenn der einsame Mann bald wieder sieht. Nun aber keine Zeit verlieren! Der Mensch ist im Begriff, die Kugel in die Hände zu nehmen und seine Traumreise zu beginnen. Hier dürfen wir nicht stören. Was sollen Traumgeister auch in einem Traum, den sie kennen?<br />
Der Mann muss das ganz allein schaffen. Mit einem letzten Seufzer verabschiede ich mich und Sayyal spannt wieder seine ledernen Flügel. Die weichen Federn daran beginnen zu schwingen. Jetzt wird es Zeit.</span></span><br />
„<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Nun Sayyal, was denkst du? Wird er es schaffen?“, frage ich ihn, als wir wieder unterwegs sind. Kräftig nickt er und spricht unhörbar zu mir. „ WIr waren zu vorschnell. Vielleicht hat er keine Kraft. Dieser Alptraum wird ihn noch mehr erschüttern.“ Verwundert blicke ich nach unten, in die Richtung aus der wir kommen. Ja, Sayyal hat Recht. Er hat immer Recht, kein Zweifel. Wir drehen um.</span></span><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><br />
Tatsächlich finden wir den inzwischen ergrauten Greis hinter seinem Traum wieder. Er hat sich in der Kugel eingeschlossen und rennt an dem Glas entlang um zu entkommen. Etwas jagt ihn. Noch einmal fragend blicke ich zu Sayyal hinüber. Soll ich? Ein mahnender Blick erwidert den meinen. Ich tu es nicht gern, aber ich muss. Kurzerhand nehme ich die Kugel und schleudere sie in den Abgrund. Irgendwo dort unten wird der Mann in seiner Kugel aufprallen, sie wird zerspringen. Und das Leben wird mit ihm aus dem Glasgefängnis fliehen.<br />
Ist es eine Erlösung? Sayyal schließt einmal kurz die Augen. Die Dunkelheit des nahenden Todes holt uns ein.<br />
Von außen sehen wir ihn dann, den Mann in seiner sterblichen Hülle. Er atmet nicht mehr. Aber nun ist die Angst aus ihm geflohen, wir haben es geschafft. Dankbar streichle ich Sayyal über die Stirn und drücke mich an seinen starken Rücken, um nicht von den Elfen niedergerissen zu werden: Wir fliegen. Noch einmal beginnt unsere Reise durch die Häuser der Nacht.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><em>Last Edit: 13.7.2011 © ShaitanJr</em></span></span></p></blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Für alle Sayyal-Freunde. Hier berichten sie, wie alles anfing.</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Obschon ich nun eher unbekanntes von mir gab, gibt es hier noch einmal zwei Leben, die so lang begleitet wurden. Sayyal. Türen auf für die Schatten aus den fernen Traumländern&#8230; Der Weg des Windes Sayyal. Und weiter. Schneller fuhr uns der Wind durch die Hände bis wir abhoben. Sayyal, mein Drache. Und ich, der Traum. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=25&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obschon ich nun eher unbekanntes von mir gab, gibt es hier noch einmal zwei Leben, die so lang begleitet wurden. Sayyal. Türen auf für die Schatten aus den fernen Traumländern&#8230;</p>
<blockquote><p><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><strong>Der Weg des Windes</strong></span></p>
<p><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;">Sayyal. Und weiter. Schneller fuhr uns der Wind durch die Hände bis wir abhoben. Sayyal, mein Drache. Und ich, der Traum.<br />
Wir flogen weit hinüber, später noch erzählten wir davon, flogen und bliesen hier und da die letzten Lichter aus. Der Wind hauchte sein Wispern unter Sayyals Flügel, die federbeschneit über den Dächern wie Wolken hingen. Golden waren seine Augen, und in ihnen sah ich so oft, was mir verwehrt war. Ein Leben. Nein, nicht irgendeines. Nicht das eine, das ich lebte. Nicht die Leben, die schon so viele Träume vor mir gelebt haben. Ich wollte es schmecken, das Leben, das in Sayyals Augen brannte und ihm auf seinem dunklen Lichterweg leuchtete. Es war so anders, denn es war nicht das Leben eines Wesens, das fähig war zu sein.<br />
Ich wollte mit Sayyal hinüber, bis weit hinter den Horizont, wo die Menschen der Stadt längst aufgehört hatten, Sinn und Unsinn, wahr und unwahr oder gar gut und böse zu unterscheiden. Dort sollte es sich leben lassen, für Sayyal und mich, den Traum. Aber Träume sind nun, wie alle Wesen, zum Sein bestimmt und müssen ihren vorgegebenen Weg gehen. Ein bisschen Schicksal hier, einen Funken Gottheit dort und zu guter letzt eine Messerspitze Menschsein. Wir sind doch alle ein bisschen Mensch. Tief in uns und weit dort draußen, wo alles aufhört so zu sein wie wir es uns wünschen. Auch Sayyal ist Mensch, auch ich. Und auch alle die Wesen, die zwischen Welten in Trümmern umher gehen und sich selbst suchen. Alle die Existenzen, die neu sind. Die schon immer waren oder die nie sein werden. Alle, die nicht sprechen, nicht denken, so wie wir. Träume können nicht denken. Mein Drache denkt nicht. Sayyal fühlt. Sayyal weiß. Manchmal sagt er mir, wenn er etwas vergessen zu haben glaubt. Und dann erinnere ich ihn daran, dass seine Sehnsucht nicht echt ist. Tröste ihn und zeige ihm, warum alles Wissen immer in uns ist. Alles was wir wissen müssen, ist da und kann nicht vergessen werden. Energie, die ist, kann nicht einfach gelöscht werden. Licht, das gelöscht wird, erstrahlt an einer anderen Stelle neu – vielleicht nicht mehr sichtbar, aber stetig.<br />
Und so flogen auch wir, mein Drache. Wir schwebten über Häuser und Felder, entsandten Nachtgrüße und weckten zum Morgengrauen. Immer der Gegenwind, der uns um die Schultern peitschte, die schmalen. Träume brauchen nicht viel Platz. Aber sie sind manchmal größer als man es sich vorstellen kann.<br />
Bald schon sahen wir das Licht vor uns, silbern schimmerte unser Ziel für uns. Sayyal, ich glaubte es, er weinte. Vor Glück und Erleichterung. Bald würden wir da sein. Bald rasten. Für immer. Nur diese eine Strecke noch. Es war doch nie weit. Nie gewesen.<br />
Ein paar letzte Flügelschläge noch, bevor mein Drache niedersank und wir uns hinter den Gittern unseres Seins wieder fanden. Ein letztes Schnaufen, bevor ich die Augen schloss und den neuen Weg in die ewige Dunkelheit antrat. </span></p>
<p><span style="font-family:Trebuchet MS,sans-serif;"><em>19.02.2010 </em>© ShaitanJr</span></p></blockquote>
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	</item>
		<item>
		<title>Es wintert in den Herzen&#8230;</title>
		<link>http://sinisterdraconis.wordpress.com/2011/11/24/es-wintert-in-den-herzen/</link>
		<comments>http://sinisterdraconis.wordpress.com/2011/11/24/es-wintert-in-den-herzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Geschichte schrieb ich, als ich das Dorf sah. Doch darin musste ich bald eine viel größere Wahrheit erkennen. Es ist erschreckend, wie stark man sein muss, um an einem solchen Verlust nicht zu zerbrechen&#8230; Schneesohn SOHN: Es gab das Dorf, Suzette. Und ich bin sicher, dass man es finden wird, irgendwo dort draußen. MUTTER: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=22&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte schrieb ich, als ich das Dorf sah. Doch darin musste ich bald eine viel größere Wahrheit erkennen. Es ist erschreckend, wie stark man sein muss, um an einem solchen Verlust nicht zu zerbrechen&#8230;</p>
<p><strong><span style="color:#b22222;">Schneesohn</span></strong></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Es gab das Dorf, Suzette. Und ich bin sicher, dass man es finden wird, irgendwo dort draußen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber nicht ein einziges Wort entfloh meinen Lippen. Wie können sie wissen?</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Goldbarren liegen dort, sagt man. Ich sage es nicht, ich weiß es.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Und der Schnee fiel, Suzette! Der Schnee! Als hätte es je etwas Unschuldigeres gegeben!</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber fort ist all die Wärme, das Traute. Wohin fiel mein Verstand nur, in welches Tal?</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Sie sagen es alle. Hunde streunen dort. Sie sagen es, denken. Ich denke, ich weiß es.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Verdammt, fiel Schnee, Suzette! Das Dorf ward zugeschneit, tief in mir.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber nicht die Landschaft. Zugeschneit bleiben doch nur die Dächer, Straßen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Und vielleicht entzündest du ein Streichholz dort. Auf dass es das Dorf wärme.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Suzette, nicht! Ich enteile deiner, rührst du auch nur einen Finger. Lass mich den Schnee noch länger sehn.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber dein Haar wird ganz nass. Du wirst frieren. Lass uns das Dorf verlassen sein. Nur verbanne die Nacht für mich.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Ewig mögst du den Himmel schauen, kannst es doch nicht lassen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Nur noch diesen einen Moment, Suzette. Bevor ich mit dem Dorf Geschichte werde.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber nimmer sollst du wenden. Alles kann nicht ewig leben. Das Dorf wird nicht vergessen sein.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Törichte Suzette, doch. Ein wenig Flammen für ein gepeinigtes Herz. Alsdann sollst du wieder auferstehen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Kann nicht sterben, Suzette. Nur dieses dein Flüstern beschwert mich. Nun gib mir nur diesen einen Moment, ich werd dir nicht entfliehen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Aber du wirst doch so nass, Kind. Der Schnee! Es flucht in meinem Verstand über dieses Dorf, diese Kälte, deine Torheit.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Na, du spürst es, Suzette. Es ist das Dorf, das eingeschneite, das dich frieren macht.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: So lass die Tränen, Suzette. Ich sehe es deutlich vor mir, das Dorf. Nie bin ich dort gewesen.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Kann dich nicht halten, Kind. Mein Vogel, gesunden sollst du! Schüttle ab jeden Schnee!</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Er ist fort, Suzette. Hinüber ins Dorf, hinab unter den Schnee, wo seine Seele frei ist.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">SOHN: Fort, Suzette. Fort.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">MUTTER: Mein Junge! Kann deine Mutter dich nicht noch einmal wärmen?</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">VATER: Lass ab, Suzette. Mein Sohn hat den Schnee gesucht im großen Tal. Lass uns nun neue Hügel finden, droben gegen das Licht.</span></em></p>
<p><em><span style="color:#b22222;">© ShaitanJr 11.01.2010</span></em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/sinisterdraconis.wordpress.com/22/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/sinisterdraconis.wordpress.com/22/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=22&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Let&#8217;s begin.</title>
		<link>http://sinisterdraconis.wordpress.com/2011/11/23/lets-begin/</link>
		<comments>http://sinisterdraconis.wordpress.com/2011/11/23/lets-begin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 15:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Du hast jetzt erfahren, wessen Texte du lesen möchtest. Jetzt endlich kommen wir zu dem, worauf du gewartet hast. Gleich hier stelle ich dir das jüngste Werk vor. Eine Kurzgeschichte wie sie &#8211; aus meiner Sicht &#8211; gotischer nicht sein könnte. Lasse dich mitnehmen auf die Reise, doch gib Acht, bevor sie dich gänzlich entführt&#8230; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=11&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast jetzt erfahren, wessen Texte du lesen möchtest. Jetzt endlich kommen wir zu dem, worauf du gewartet hast.</p>
<p>Gleich hier stelle ich dir das jüngste Werk vor. Eine Kurzgeschichte wie sie &#8211; aus meiner Sicht &#8211; gotischer nicht sein könnte. Lasse dich mitnehmen auf die Reise, doch gib Acht, bevor sie dich gänzlich entführt&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"><strong>Mareille</strong></p>
<blockquote>
<p style="text-align:center;"><em>„<span style="font-family:Courier New,monospace;">Wann hast du aufgehört zu sein?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Als ich anfing, das Leben zu hassen&#8230;“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Das Spiegelbild schlug Wellen. Silbrig schwamm darin ein Ausdruck von Leere, von Verzicht und von Verzweiflung. Wie konnte sich je ein Mensch von dieser Schönheit abwenden?<br />
Mareille fühlte sich hier unten, an dem Spiegelbrunnen so geborgen. Wie in einer Welt, in der es weder gutes noch böses gab. Und dennoch. Ihr fehlte etwas. Das auftauchen in andere Sphären fiel ihr schwer, belastete sie. Dennoch war es ihr einziger Wunsch. Nur manchmal hinaufblicken. Sehnsüchtig sein. Hinaus entfliehen aus einer Welt, die so viel Sicherheit bot.<br />
Vorsichtig tauchte das Rabenmädchen die Kralle in den Teich aus reflektierender Masse. </span></p>
<p style="text-align:center;"><em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Ist es nicht so, dass man das Leben hasst, wenn man spürt, dass man ist?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Manchmal, mein Kind. Manchmal&#8230;“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Tief in ihrer Brust unter dem Rippengeflecht, da hockte er und erwartete alle ihre Fragen. Er kannte sie zu gut. Zögernd zog sie die nun glänzende Kralle aus der Flüssigkeit. Noch war dem Rabenkind nicht klar, welch Kunstfertigkeit in ihr wohnte. Anders als alle anderen war sie gefangen. Doch viel mehr in sich selbst, als in einem Käfig. Ihr Spiegel war das Gefäß für eine Seele, die unruhig nach Antworten suchte. Freiheit? </span></p>
<p style="text-align:center;"> <em>„<span style="font-family:Courier New,monospace;">Warum bist du so weit fort, bleibst du nicht?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Ich sehe die Entfernung, sie gibt mir Kraft.“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Flüsternd setzte Mareille sich auf den Brunnenrand. Lauschte alsbald der knarrenden dunklen Stimme, die von überall her zu kommen schien. Ihr Keller sprach mit ihr. Aber nur schwer konnte sie erahnen, was seine Worte auszudrücken vermochten. Verwirrt spannte sie die weichen Federn, schaute sich nach den begrenzenden Wänden um: da waren keine. Flog mit gewaltig ausholender Schwinge durch den Raum. Und landete, wie sie es erwarten musste, an einer in der Finsternis verborgenen modrigen Mauer. </span></p>
<p style="text-align:center;"> <em>„<span style="font-family:Courier New,monospace;">Wieso gibst du mir nicht den Schlüssel?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Es wäre zu einfach, Kind. Ich sollte dir keine Freiheit schenken, wenn du mich zusperrst.“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Blitzend wanderten die Rabenaugen durch die wogende Dunkelheit. Vielleicht wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, wenn sie Geduld gehabt hätten. Doch Vogelaugen ruhen nie.<br />
Wie aus der Vergangenheit sang er ihre Lieder. Hob sie vom kalten schlüpfrigen Boden auf und setzte sie zurück. An den Brunnen, der ihr die Heimat war. Quelle der Kraft. Quelle des Seins. Und Quelle der Sehnsucht. Blickte sie hinein in die Spiegelwelt, erkannte sie sich in immer neuen Farben. Drohendschwarz. Rauschendweiß. Und rasendrot. </span></p>
<p style="text-align:center;"><em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Wo ist mein Gesicht, wieso sehe ich es nicht?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Niemand hat dir je eins gegeben. Du brauchst keines.“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Der Rabenschnabel sank hinab auf ihre gefiederte Brust. Pustete sanft einen Luftstrom hinein und atmete die warmen köstlichen Düfte ein. Körper hieß in dieser Welt, fremd zu sein. Fremd in sich, fremd vor anderen und fremd in den Welten. Geschlossenen Auges träumte sich das Rabenmädchen fort in eine der Welten, die es niemals sehen würde. Nie erschmecken. Und nicht begreifen mit den scharfen Zehen. Nur hinaus aus der Enge, dem Keller, der Nacht.<br />
Mareille suchte den Weg ins Ungewisse. Sie durfte nicht landen, nicht rasten und nicht warten. Die Dunkelheit holte sie auf einem helleren Pfad ein. Das Leben darin. Und die Stimme&#8230;</span></p>
<p style="text-align:center;"><em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Wohin folgst du mir, ewig dauernder Schattennarr?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Bis das du dein Herz verlierst&#8230;“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Sie verlor ihr Herz nicht. Nicht eine Minute lang. Rasche Farben, prächtig wie ein sonnenerfüllter See, flogen unter ihr dahin. Ihre Schwingen erhoben sich empor in eine Helligkeit, die ihre Seele zu reinigen schien. Wärme. Eine helfende Hand, die sich von Oben für sie hinunter bewegte, sie bei den Füßen packte und trug. Eine lange Zeit trug. Und es kam, dass Mareille aufhörte zu hören. Nicht mehr den Wind in den Federn. Nicht mehr das eigene Atmen. Nicht mehr das Farbenrauschen. Die Hand, die sie trug, hatte es nie gegeben. Waren es doch keine feinen Finger, die sie spürte. Ein Seil hielt sie umklammert. Das Rabenmädchen konnte nicht fort. Und es geschah, dass das Licht ihre Augen brannte. Die Wärme ihr Gefieder schmelzen ließ und auch das Herz.</span></p>
<p style="text-align:center;"> <em>„<span style="font-family:Courier New,monospace;">Ist es geschehen, hast du mir mein Herz genommen?“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Niemals nahm ich dir das heiligste, bin selbst nicht mehr als das was du siehst.“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Unter ihren nachtschwarzen Federn glitt ein Fluss dahin. Laub schwamm, tosende Farben ihm nach. Mareille aber konnte nicht sehen, geblendet von Sonnenlicht. So sehr sehnte sie sich nach den Wolken. Lauer Schatten, kühle Brise, sanftere Töne. Das Rabenkind hörte auf gegen die Fessel zu kämpfen. Sank zurück in einen tiefen Traum. Und das Plätschern des Flusses wurde ein tropfendes Spiegelglas. Die Fessel nur der Ring an ihrem Bein. Das Sonnenlicht ein milder Strahl, der durch eine Ritze im Mauerwerk hineinkroch. </span></p>
<p style="text-align:center;"><em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Ich bin zurück. Wie wird das Herz mir so kalt.“</span></em><br />
<em> „<span style="font-family:Courier New,monospace;">Siehst du, niemals nahm ich dir das heiligste. Jenes Heilige, das nahmst du dir selbst.“</span></em></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">Vielleicht wäre es dem Rabenmädchen aufgefallen. Wie sie an ihrem Brunnen saß und von dem Spiegelbild trank. Die Reise hatte sie durstig gemacht. Den Fluss hätte sie nicht erreicht. Der Brunnen aber, der war ihr so nah wie das Flüstern der Stimme, die sie seither nicht mehr gehört. </span></p>
<p style="text-align:center;"><span style="font-family:Courier New,monospace;">- © ShaitanJr 22.11.11</span></p>
</blockquote>
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		<title>Willkommen in der Sinister Draconis Welt.</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 13:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaitanjr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Hello world, oder wie man einen Blog sonst beginnt. Auf diesem noch recht unspekakulären Blog wird sich bald ein Teil meiner kreativen Arbeit auftun. Wer ist die und was soll das mit dem Draconis? Gute Frage, schön dass du sie gleich zu Anfang stellst. Sinister Draconis ist lateinisch und bedeutet in etwa &#8222;die linke Hand [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=sinisterdraconis.wordpress.com&amp;blog=29742550&amp;post=5&amp;subd=sinisterdraconis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hello world,</p>
<p>oder wie man einen Blog sonst beginnt. Auf diesem noch recht unspekakulären Blog wird sich bald ein Teil meiner kreativen Arbeit auftun.</p>
<p>Wer ist die und was soll das mit dem Draconis? Gute Frage, schön dass du sie gleich zu Anfang stellst. Sinister Draconis ist lateinisch und bedeutet in etwa &#8222;die linke Hand des Drachen&#8220;. Hä? Drache, Hand? Was denn jetzt&#8230;? Anlässlich meiner Verlobung habe ich diesen Namen gewählt, da &#8211; so deutet es der Ring &#8211; der Drache als Fabelwesen, Führer und Beschützer für unsere Beziehung steht. Ich bezeichne mich an dieser Stelle als reichlich fantasievoll, tagträumend und nicht besonders realitätsnah. Dafür steht also die Linke Seite. Und nun zum zweiten Teil der Frage.</p>
<p>Wer ist die, die sich so hinter dem komischen Namen versteckt? Ihr dürft euch freuen, denn es kommt noch ein seltsamer Name: ShaitanJr. Ja, ich bin weiblich und ja, ich bin durchaus in der Kategorie Ü20 einzuordnen. Ebenso ja, ich bin ein Schubladenmensch. Wer sich nun der wahrscheinlichen Mehrheit anschließt und sagt: &#8222;Boah wie öde, so einen oberflächlichen Menschen habe ich nicht erwartet.&#8220;, der trete nun bitteschön von meiner virtuellen Türschwelle hinunter. Herzlichen Dank.<br />
Für den geneigten Leser, dessen Interesse nun erstrecht geweckt wurde, gibts die Auflösung auf dem Fuße.</p>
<p>ShaitanJr ist &#8211; wie die Outsider gern sagen &#8211; mein Szenename. Ich bewege mich seit über 7 Jahren in der Schwarzen Szene, bin ein stolzer Teil ihrer und obendrein gestalte ich sie sehr gern mit. Wie vielfältig meine Bestrebungen ausfallen, das erfährst du noch in weiteren Beiträgen. In erster Linie aber bekommst du hier seltsam anmutende Texte zu lesen. Was, Texte? Noch mehr lesen? Nee, danke. Bitteschön, auf Wiedersehen.<br />
Oder sollte ich sagen, lasst uns das Buch endlich öffnen? Na dann, her damit!</p>
<p>Bevor ich nun in der nächsten Zeit beginne, ganze Werke vorzustellen, möchte ich dir nochmals einen Hinweis aussprechen. Äh, ausschreiben: Meine Texte sind nicht selten inspiriert von dem deutschen Gothic Novel-Musiker ASP, dessen Sprachgenie ich an dieser Stelle loben möchte. Trotzdem sind sie ganz mein Eigentum und sie zeigen die Welt für den geneigten Leser so, wie ich sie sehe. Du bekommst nicht ganz einfache Kost. Keine Komik, keine Rezepte für Weihnachten und auch keine Bastelanleitungen. Nicht einmal Mode stelle ich hier vor. Ganz im Gegenteil zur Mode befrage ich meine Sinne danach, was in den Untiefen dieser Welt lauern mag, was neue Welten hierzulande erkennbar macht und worin der Unterschied zwischen Gut und Böse liegt. Es ist Kunst &#8211; in voller Konzentration und Hingabe zum entstehenden Wort verankerte Literatur mit einem unverkennbaren Hauch Schwärze.</p>
<p>Die Thematik Schwarz und Weiß behandele ich bereits in meinem gerade begonnenen Social Fantasy Roman &#8222;Die Falva&#8220;.<br />
Mit anderen &#8211; gar umweltpolitischen und gesellschaftskritischen Themen befasse ich mich, während ich mich der Science Fiction bediene: Was wäre, wenn die moderne heutige Wissenschaft dieses und jenes ermöglicht? Welche Vorteile bieten sich uns, welche moralischen Abgründe beherbergt sie? Dies alles beantworte ich gezielt in dem noch im Entstehen begriffenem Roman &#8222;Hunting quiet shadows&#8220;.</p>
<p>Nichts ist leichter, als die Welt hinzunehmen wie sie ist. Und nichts ist leichter, als die Hände zu falten, statt sich um Veränderung zu bemühen &#8211; mein Dank geht an Mahatma Ghandi, der mit ebendiesem Ausspruch für Furore ebenso wie für Begeisterung gesorgt hat. Es gibt in dieser Welt stets etwas zu verändern, zu verbessern oder gar zu verschlimmbessern. Niemals können wir ALLE Konsequenzen vorhersehen. Nachher allerdings schon. Und darum befassen sich meine zugegeben nicht selten experimentellen Texte mit der Theorie des Getanhabens, Gedachtseins und Getanseinwollens.</p>
<p>Ich glaube, dass diese Vorstellung vom Sein in der Welt der Sinister Draconis fürs erste ausreicht. Wer Fragen hat, möge sie entweder im Kommentar stellen, oder sie für später aufheben &#8211; wer weiß, vielleicht wird sie dank Telepatie beantwortet. Damit wünsche ich dir noch eine angenehme Zeit.<br />
Der Drache möge dich beschützen.</p>
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